# Wie Sie Inf-Einf-B bewältigen

Quelle: https://inf.zone/extras/lernen/

Diese Seite beschreibt, wie der Kurs im Wintersemester 2026/27 abläuft und was Sie tun müssen, um ihn zu bestehen. Lesen Sie sie im Semester noch einmal, vor allem wenn Sie merken, dass Sie nicht mehr mitkommen.

**Auf einen Blick**

Wenn die Zeit knapp ist, hat das Vorrang:

1. **Die Übungsaufgaben selbst programmieren**, an mehreren Tagen der Woche, und jede Übung bis zu ihrer Frist abgeben, auch wenn nicht jede Aufgabe läuft.
2. **Ins Tutorium gehen**, jede Woche, gerade wenn Sie zu Hause nichts lösen konnten.
3. **Die Beispiele aus Vorlesung und Short-Videos nachprogrammieren**, Zeile für Zeile selbst getippt.

Vorlesung, Notes, Short-Videos und die freiwilligen Warm-up-Aufgaben dienen diesen drei Punkten.

## So läuft eine Woche ab

Mit jeder Vorlesung am Montag beginnt in der Regel eine neue Übung. Abgabefrist ist meist der übernächste Montag. Deshalb sind fast immer zwei Übungen offen: eine, die gerade begonnen hat, und eine, die am nächsten Montag fällig ist.

**Abbildung: Der Weg einer Übung von der Vorlesung bis zur Abgabe. Farbig hinterlegt ist, was Vorrang hat.**

Ablauf einer Übung über zwei Wochen. Woche 1: Am Montag ist Vorlesung, die neue Übung beginnt. Danach lesen Sie die Notes, programmieren die Beispiele nach und fangen mit der Übung an. Zwischen Dienstag und Freitag gehen Sie ins Tutorium (Recap und Aufgaben, die zur Übung hinführen). Woche 2, in der die nächste Übung schon läuft: Sie arbeiten weiter an der Übung und gehen wieder ins Tutorium (Zeit für Fragen und Link zu den Lösungsvideos). Am Montag darauf geben Sie mit inf upload ab. Hervorgehoben ist, was Vorrang hat: Beispiele nachprogrammieren, die Übung selbst programmieren und abgeben, ins Tutorium gehen.

- Am Montag ist Vorlesung, vier Stunden. Sie beginnt mit den Montagsfragen: meist drei kurzen Fragen zum Stoff der Vorwoche. Wenn Sie mit „Das ist cool!“ und „Ich verstehe gar nichts!“ zugleich nach Hause gehen: Beides gehört dazu.
- Nach der Vorlesung lesen Sie die Notes und programmieren die Beispiele nach. Tippen Sie den Code Zeile für Zeile ab, statt ihn zu kopieren, und fragen Sie sich vor jeder Zeile, was dort stehen muss und warum. Danach fangen Sie mit der neuen Übung an.
- Zwischen Dienstag und Freitag gehen Sie in ein Tutorium.
- Bis zum nächsten Montag stellen Sie die fällige Übung fertig und geben sie ab.

Wo Sie bei einer Aufgabe hängen bleiben, helfen die Short-Videos: Schauen Sie gezielt das Short zu dem Thema an, an dem Sie gerade scheitern. „Die drei Extra-Minuten“ am Ende eines Shorts gehen meist über die Basis hinaus (Kür); was davon zur Basis gehört, steht auf der Seite des Shorts.

Wenige Tage vor der Frist bekommen Sie im Tutorium den Link zu den Lösungsvideos. Was Sie erst mit dem Video verstanden haben, programmieren Sie danach selbst, ohne das Video daneben. Am meisten lernen Sie in dem Moment, in dem Sie merken, dass Sie eine doppelt verschachtelte `for`-Schleife gebraucht hätten und nicht darauf gekommen sind.

## Tutorium

Es gibt fünf Termine zwischen Dienstag und Freitag, jeder dauert 90 Minuten. Sie müssen sich nicht anmelden und können den Termin jederzeit wechseln. Der Ablauf ist in allen derselbe:

1. Recap, also Wiederholung der Vorlesung vom Montag, etwa 20 Minuten. Der Tutor zeigt Codeschnipsel, und Sie sagen voraus, was passiert.
2. Kleine Aufgaben, die zur neuen Übung hinführen, am Rechner oder auf Papier. Die Tutoren gehen herum und helfen.
3. Zeit für Fragen, alle zusammen: zur Übung, die am nächsten Montag fällig ist, und zu Fragen, die über die Website oder an Susi gestellt wurden, den Chatbot der Kursseite.
4. Der Link zu den Lösungsvideos der fälligen Übung.

Den Link gibt es nur im Tutorium. KI-Werkzeuge sind im Tutorium nicht erlaubt, wie in der Klausur und im Midterm, der Zwischenprüfung im Dezember; die einzige Ausnahme ist das Einrichten im ersten Tutorium.

Wenn Sie mitten in einer Erklärung einen Aha-Moment haben und lieber Ihren Code ändern als weiter zuzuhören, dann tun Sie das. Ein zweites Tutorium in derselben Woche lohnt sich nicht; programmieren Sie in dieser Zeit lieber selbst.

In der ersten Woche richten Sie im Tutorium Ihre Entwicklungsumgebung ein und geben mit `inf upload me` die erste Übung ab. Wer kein eigenes Gerät hat, bekommt eines der Laptops, die die Tutoren mitbringen, arbeitet zu zweit oder auf Papier.

**Wozu das Ganze?**

Im Wintersemester 2025/26 saßen in der ersten Vorlesung rund 240 Leute, in der zweiten war der Raum noch halb voll, später kamen etwa 65. In die Tutorien gingen von 250 Studierenden etwa 30 regelmäßig. Deshalb liegt das Tutorium jetzt mitten in der Bearbeitungszeit einer Übung: Sie bekommen dort Hilfe, solange Sie noch an den Aufgaben sitzen.

## Abgabe und Bonuspunkte

Sie geben im Terminal mit dem Befehl `inf upload` ab, mit dem Abgabewerkzeug `inf`. Kurz darauf sehen Sie, welche Tests Ihr Programm bestanden hat und ob die Übung ihren Stern hat, also für die Joker-Regel zählt. Dafür muss nur einer der Tests bestehen: Geben Sie auch ab, wenn eine Aufgabe noch nicht ganz läuft. `inf status` zeigt Ihren Stand und die Übung, die Sie als Nächstes nicht auslassen dürfen. Besteht Ihr Programm den Test mit dem Stern, bekommen Sie eine Challenge, eine freiwillige Zusatzaufgabe zu Ihrem eigenen Code. Wie Sie `inf` einrichten, lernen Sie im ersten Tutorium; nachlesen können Sie es unter [Abgeben mit `inf`](https://inf.zone/faq/uebung-solutions/#inf-installieren). Im Virtuellen Campus (VC) laden Sie keine Übungen hoch. Was dabei wohin geht und was das Kursteam sieht, zeigt [Abgeben und Selbstkontrolle: was Sie wo tun](https://inf.zone/extras/so-gehts/) in Skizzen.

Es gibt zwei Wege zu Bonuspunkten, die Ihre Note in der Klausur verbessern:

- Im Midterm, voraussichtlich am 7. Dezember, programmieren Sie 75 Minuten lang in C, an den Prüfungslaptops. Als Hilfsmittel haben Sie das CS50-Handbuch und VS Code einschließlich Debugger, aber keinen Spickzettel und keine KI-Werkzeuge. Das bringt bis zu 5 Bonuspunkte. Gutgeschrieben werden sie nur, wenn Sie die Joker-Regel einhalten: Jede Übung, die Sie nicht fristgerecht abgeben, kostet einen Joker. Sie haben drei Joker in den C-Übungen und einen in den Übungen zu Python und Web und setzen nie zwei hintereinander ein. Als abgegeben zählt eine Übung, wenn Ihre Abgabe den Test der Übung besteht.
- Für ein eigenes Projekt, das Sie auf der Projektmesse vorstellen, gibt es bis zu 15 Bonuspunkte.

Bonuspunkte zählen nur, wenn Sie die Klausur auch ohne sie bestehen. Wie sie in die Note eingehen, steht auf der Seite zur E-Prüfung unter [Bonuspunkte](https://inf.zone/extras/exam/#bonuspunkte).

Bei den Übungen sind alle Hilfsmittel erlaubt, auch KI-Werkzeuge. Im Midterm und in der Klausur programmieren Sie ohne KI-Werkzeuge. Warm-ups, die Checks „Stadt, Land, Fluss“, Scratch und Challenges sind freiwillig und zählen nicht für die Bonuspunkte: Sie kosten keinen Joker und ersetzen keine Abgabe.

## Sie müssen es selbst tun

Programmieren lernt man wie Klavierspielen oder Fahrradfahren. Niemand lernt Klavier, indem er Vorlesungen darüber hört, und niemand lernt Fahrradfahren aus YouTube-Videos. Sie müssen hinfallen und wieder aufstehen, mehrmals. Nach dem vierten Versuch, vielleicht auch erst nach dem zehnten, haben Sie den Dreh raus. Ihr Gehirn baut dabei Erfahrungswissen auf, und das entsteht nur durch Übung.

Mit vier Stunden Vorlesung und anderthalb Stunden Tutorium ist die Arbeit deshalb nicht getan. Viele von Ihnen werden noch einmal zehn Stunden pro Woche zu Hause brauchen. Suchen Sie sich jetzt, in der ersten Woche, mehrere feste Zeitfenster im Wochenkalender, in denen Sie programmieren. Notes lesen und Shorts schauen zählt in diesen Zeitfenstern nicht.

## Was funktioniert – und was nicht funktioniert

Das hilft:

- die Codebeispiele aus Vorlesung und Shorts Zeile für Zeile selbst eintippen
- mehrmals pro Woche programmieren
- die Übungen vollständig bearbeiten
- jede Woche in Vorlesung und Tutorium gehen

Das allein reicht nicht:

- Die Vorlesungsfolien zusammenfassen. Das ist eine einfache, dankbare Arbeit und fühlt sich produktiv an, aber programmieren lernen Sie dabei nicht. Fassen Sie zusammen, wenn es Ihnen beim Verstehen hilft, nur nicht in der Zeit, die Sie zum Programmieren eingeplant haben.
- Inhalte auswendig lernen, wie Sie es vielleicht aus der Schule kennen. Der Schock kommt in der Prüfung: Die Klausur fragt kaum Fakten ab. Sie verlangt, dass Sie kleine Programme schreiben oder erweitern.

## Wenn Sie zurückfallen

Wenn Sie nicht mehr mitkommen, holen Sie zuerst die Grundlagen nach. Es hat keinen Sinn, Zeit mit dem Stoff aus Woche 5 zu verbringen, solange die Schleifen vom Anfang nicht sitzen.

Früh zurückzufallen hat Folgen für alles, was danach kommt. Bedingungen, Schleifen und Funktionen aus den ersten beiden Wochen setzen wir danach voraus und benutzen sie überall. Wer Schleifen am Anfang nicht versteht, versteht später fast nichts mehr und merkt nicht, woran es liegt. Strengen Sie sich deshalb in den ersten drei Wochen besonders an.

Wir können Ihre Lücke bemerken, wenn Sie eine Frage stellen. Es gibt keine dummen Fragen, und wer fragt, hilft meist anderen, die an derselben Stelle hängen. Auf den Seiten dieser Website können Sie außerdem eine Textstelle markieren und anonym eine Frage dazu stellen. Entweder antwortet Susi sofort, der Chatbot der Kursseite, oder die Frage geht an die Tutorien und wird dort besprochen.

Ob Sie auf Kurs sind, sehen Sie an Ihren Abgaben und an den Montagsfragen. In der ersten Vorlesung bekommen Sie einen Zettel mit drei Wörtern, einem Passwort und einem QR-Code. Damit sehen Sie später in einem Dashboard Ihre eigenen Ergebnisse der Montagsfragen, ohne Ihren Namen; wie Zettel, Ankreuzbogen und Dashboard aussehen, zeigt [Abgeben und Selbstkontrolle: was Sie wo tun](https://inf.zone/extras/so-gehts/). Wer die Fragen nicht lösen kann, ist nicht auf Kurs. Wer sie lösen kann, weiß damit noch nichts über die Klausur.

## Was Sie zum Bestehen können müssen

Wir legen in diesem Semester die **Basis** fest: die Inhalte und Aufgabentypen, die zum Bestehen reichen. Mit ihr lässt sich mehr als die Hälfte der Klausurpunkte erreichen. Zu jedem Thema wird es Beispielaufgaben in der Form geben, in der sie in der Klausur vorkommen. Wer die Basis sicher beherrscht, besteht. Sie nur angeschaut zu haben reicht nicht. Die Liste steht unter [Basis und Kür](https://inf.zone/extras/basis/).

Alles, was über die Basis hinausgeht, heißt Kür. Jedes Konzept trägt eines von fünf Labels:

- **Basis-Code:** Gehört zur Basis. Sie müssen es selbst schreiben können, sodass es kompiliert bzw. läuft.
- **Basis-Konzept:** Gehört zur Basis. Sie müssen es benennen, erklären und, wo die Sache es verlangt, von Hand durchspielen können. Code schreiben müssen Sie dafür nicht.
- **Kür-Code:** Geht über die Basis hinaus (Kür), für Noten über dem Bestehen. Sie sollen es anwenden und schreiben können.
- **Kür-Konzept:** Geht über die Basis hinaus (Kür). Sie sollen es erkennen, benennen und gegebenenfalls von Hand durchspielen können.
- **Hintergrund:** Einordnung und Zusammenhänge, kein Schwerpunkt der Klausur. Es hilft Ihnen, den übrigen Stoff zu verstehen und die Übungen sicher zu lösen.

Die Labels sagen, worauf die Klausur ihr Gewicht legt. Sie sagen nicht, was Sie weglassen können: Wer die Übungsaufgaben selbst lösen kann, besteht auch die Klausur, und dafür hilft es, sich auch mit Kür und Hintergrund zu beschäftigen. In der Klausur kommen aber nicht nur Aufgaben vor, die den Übungsaufgaben gleichen.

Welche Folien eines Shorts zu welchem Label gehören, steht auf der Seite jedes Shorts unter „Was davon zur Basis gehört“; die Notes haben am Ende einen Abschnitt mit demselben Namen. Die Übungsaufgaben tragen keine Labels.

In der Klausur dürfen Sie einen [Spickzettel](https://inf.zone/extras/exam/#spickzettel) benutzen: ein Blatt DIN A4, beidseitig, von Hand beschrieben.

**Kein Klausur-Booklet im WiSe 2026/2027**

In diesem Semester gibt es keine Booklets, weil die Booklet-Seiten Zeit von der Bearbeitung der Übungsaufgaben weggenommen haben. Stattdessen dürfen Sie in die Klausur einen handgeschriebenen [Spickzettel](https://inf.zone/extras/exam/#spickzettel) mitbringen.

## Die Zahlen aus dem Wintersemester 2025/26

Zwei von drei sind in der ersten Klausur durchgefallen (123 von 181), zwei von drei in der Wiederholungsklausur (64 von 94). Nach beiden Klausuren hatten 45 % derer bestanden, die mindestens eine mitgeschrieben haben.

Was mit dem Bestehen zusammenhängt, zeigen die Klausurdaten, die Abgaben und eine freiwillige Befragung in Woche 5 mit 100 Bögen. Dort gab es auch eine Selbsteinschätzung: zwölf Aufgaben, zu denen jede Person angekreuzt hat, ob sie sie lösen könnte.

- **Übungen abgeben.** Übung 1 gab jede zweite Person ab, die letzte Übung noch jede elfte. Wer die Klausur bestanden hat, hatte im Schnitt 47 % der Übungen abgegeben, wer durchgefallen ist, 31 %.
- **Programmieren statt Stunden zählen.** Wie viele Übungen jemand bearbeitet hatte, hing deutlich damit zusammen, wie viele Aufgaben des Selbsttests jemand lösen konnte. Die Lernzeit pro Woche hing damit fast gar nicht zusammen.
- **Mitprogrammieren.** 9 von 10 gingen in die Vorlesung, 3 von 10 programmierten beim Live-Coding mit. Wer mitprogrammierte, traute sich 8,4 der 12 Aufgaben zu, die anderen 7,1.
- **Erst selbst versuchen, dann KI.** Wer ohne Vorerfahrung viel KI nutzte, traute sich 1,4 von 5 Übungsaufgaben ohne Hilfe zu, wer wenig KI nutzte, 2,9. Mit Vorerfahrung war der Abstand klein (2,7 und 3,1). Wer bei einem Fehler zuerst ein `printf` einfügte, kam im Selbsttest auf 8,5 Aufgaben, wer zuerst eine KI fragte, auf 6,8.
- **Dranbleiben und dann Hilfe holen.** Wer länger als eine Stunde selbst probierte, bevor er Hilfe suchte, kam auf 9,1 Aufgaben, wer nach 5 bis 10 Minuten Hilfe suchte, auf 6,6. 2 von 10 wünschten sich eine Lerngruppe und hatten keine.
- **Nicht auf die Ferien verschieben.** 6 von 10 wollten in Woche 5 den Stoff in den Weihnachtsferien nachholen.
- **Ohne Vorerfahrung sind Sie in der Mehrheit.** Gut die Hälfte hatte vor dem Kurs nie programmiert (52 von 95). Sie kamen im Selbsttest auf 7,1 Aufgaben, die mit Vorerfahrung auf 8,3.
- **Ein Projekt machen.** Von den Studierenden mit Projekt haben 90 % bestanden, von denen ohne Projekt 33 %.

Das sind Zusammenhänge, keine Ursachen. Ein Projekt machen ohnehin eher die, die sich im Kurs engagieren. Wer nicht weiterkommt, greift vielleicht deshalb häufiger zur KI. Und wer schon viel kann, hält eine Stunde allein eher aus. Befragt wurden außerdem nur die, die in Woche 5 noch da waren.

Theoretisch können alle diesen Kurs bestehen, denn Programmieren kann man lernen. Praktisch müssen Sie dafür ein Semester lang jede Woche programmieren, am besten jeden Tag ein bisschen.

Viele von Ihnen werden nach diesem Kurs nie wieder ernsthaft programmieren müssen, und manche sind hier, weil sie müssen. Dann rechnen Sie nüchtern: Sind Sie bereit, ein Semester lang intensiv zu programmieren, um diese Hürde zu nehmen, oder wollen Sie die nächsten drei Jahre immer wieder an diesem einen Kurs scheitern? Sie müssen das Programmieren nicht lieben. Die Rechnung lautet: 270 Stunden Arbeit jetzt oder drei Jahre Frustration.
